Zurück zum Vater

Nachdem Jesus von den Toten auferstanden ist begegnete er Maria und sagte zu ihr: „Geh hin zu meinen Brüdern [d.h. den Jüngern Jesu] und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ (Johannes 20, 17). Dies sagte er, nachdem er so viel vom Vater – von seinem Vater – zu den Jüngern geredet hatte. Allein im Johannesevangelium wird 121 Mal vom Vater gesprochen, und nun sagt er, dass dieser Vater auch unser Vater geworden ist.

Das Evangelium, diese gute Nachricht, hat tatsächlich eine eindeutige Zielrichtung: zu Gott dem Vater. Jesus hat in einem Gleichnis von dem liebenden Vater gesprochen, der darauf wartet, dass wir zu ihm zurückkehren, in die Beziehung zu ihm kommen und alles geniessen können, was unseres Vaters ist. In Lukas 15 heisst es: „Ein Mensch hatte zwei Söhne; und der jüngere unter ihnen sagte zu dem Vater: Gib mir, Vater, den Teil des Vermögens, der mir zufällt. Und er teilte seine Habe. Und nicht viele Tage danach holte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land; und dort vergeudete er sein Vermögen durch ein zügelloses Leben. Als er nun alles aufgebraucht hatte, kam eine grosse Hungersnot über jenes Land, und er fing an, Mangel zu leiden. Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes und der schickte ihn auf seine Felder, Schweine zu hüten. Und er begehrte sich zu sättigen mit den Schoten, welche die Schweine frassen, und niemand gab sie ihm. Als er aber zu sich kam, sagte er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot die Fülle und ich verderbe hier im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heissen. Stelle mich wie einen deiner Tagelöhner. Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Während er aber noch ferne war, sah ihn sein Vater und wurde von Mitleid ergriffen, eilte ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn voller Liebe. Und der Sohn sagte zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heissen. Aber der Vater sprach zu seinen Sklaven: Schnell, bringt das beste Kleid hervor und legt es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füsse, und bringt das gemästete Kalb und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.“

Lasst uns nicht ein vergeudetes Leben in der Welt führen von dem wir am Ende sagen müssen, dass doch alles vergänglich war. Lasst uns nicht in diesem Zustand des Todes und des Verlohrenseins bleiben, sondern aufwachen, uns aufmachen und zu Gott kommen. Dafür hat Jesus sich hingegeben: Er hat gesagt: „Ich bin der Weg […], niemand kommt zum Vater ausser durch mich.“ (Johannes 14, 6) Er hat alle Sünde der Welt getragen und uns durch seinen Tod am Kreuz mit Gott versöhnt. Sogar soweit, dass er sagen konnte: Mein Gott ist jetzt euer Gott und mein Vater ist jetzt euer Vater! Welch einen Weg hat uns Gott in Christus gegeben. Wenn wir dies annehmen, werden wir auch die Segnungen im Haus des Vaters erfahren: Wir bekommen ein neues Kleid, Christus als unsere Gerechtigkeit. Der Vater gibt uns eine Garantie: den Ring, ein Bild auf den Heiligen Geist, den wir empfangen, wenn wir Jesus annehmen und zu Gott zurückkommen. Wir erhalten Sandalen, das heisst einen neuen Wandel auf der Erde und sogar das gemästete Kalb wird geschlachtet, das zeigt Christus als unser geistliches Fest und die volle Versorgung mit allem, was wir brauchen. Es lohnt sich, sich aufzumachen und zum Vater zu kommen! „Mein Gott und Vater, ich danke dir, dass dein Sohn Jesus Christus für mich am Kreuz gestorben ist. Ich bekenne dir meine Sünden. Herr Jesus, ich nehme dich als meinen Herrn und Erlöser in mein Herz auf; fülle mich bitte mit deinem Heiligen Geist und bringe mich wirklich in das Haus deines und meines Vaters. Amen!“