Christus hat durch Leiden Gehorsam gelernt

Der erste Mensch Adam hatte sich nicht zu Gott gewendet. Als er von der Schlange versucht wurde, hätte er sich zu Gott wenden sollen, damit dieser ihm hilft. Aber er tat es nicht, und darum versagte er und fiel. Die Sünde kam in den Menschen hinein, und von diesem Zeitpunkt an war die ganze Menschheit in Sünde gefallen und verdorben.
Der Herr Jesus kam als ein Mensch auf diese Erde. Vielleicht meinen wir, dass er doch bestimmt keine Probleme hatte. Aber als Mensch durchlebte er die gleichen Schwierigkeiten wie wir alle. Er war allen Arten von Problemen und Versuchungen ausgesetzt. Von den Menschen wurde er missverstanden und verfolgt und die Religiösen stellten ihm nach. Herodes wollte ihn sogar töten. Um aus allen diesen Schwierigkeiten gerettet zu werden, schrie er zu dem lebendigen Gott. Es heisst auch (Hebräer 5, 8): „Obwohl er der Sohn war, hat er an dem, was er litt, Gehorsam gelernt.“ Es fällt uns schwer zu glauben, dass der Herr Jesus Gehorsam lernen musste. Wir gefallene Menschen sind nicht gehorsam, sondern wir sind alle „Söhne des Ungehorsams“ (Epheser 2, 2). Denke nicht, du seist gehorsam. Wir tun, was wir wollen. Was immer die Bibel oder Gott uns sagt, das tun wir meistens nicht.
Der Herr Jesus musste Gehorsam lernen. Hätte er nicht alle diese Schwierigkeiten erfahren und hätte er sie nicht überwunden, wäre er nicht qualifiziert, uns zu erretten. Selbst wenn er in nur einer Prüfung gescheitert wäre, hätte er nicht mehr unser Erretter sein können. Das war nicht einfach für ihn. Ich kann es euch nicht beschreiben, wie schwierig es für den Herrn war, unser Retter zu werden. Vom Tag seiner Geburt an bis zur Kreuzigung musste er viel leiden, lud am Ende alle Sünde auf sich und starb für uns am Kreuz. Niemand ist in der Lage zu beschreiben, was der Herr durchlitten hat. Wir müssen wirklich schätzen, was er für uns getan hat, indem er Mensch wurde. In Hebräer 2, 14-18 lesen wir: „Weil nun die Kinder an Blut und Fleisch Anteil bekommen haben, ist auch er in gleicher Weise dessen teilhaftig geworden, damit er durch seinen Tod den zunichtemachte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und die befreite, die durch Furcht vor dem Tod ihr Leben lang in Sklaverei gehalten wurden. Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern der Nachkommenschaft Abrahams nimmt er sich an. Daher musste er in allen Dingen seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er denen helfen, die versucht werden.“ Wir müssen es schätzen, dass der Herr in allen Dingen uns Menschen gleich wurde, um uns in all unseren Schwierigkeiten helfen zu können. Lasst uns jetzt nacheinander betrachten, was der Herr Jesus am Kreuz vollbracht hat.

 

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