Glaube und Taufe in Christus hinein

Das Wort „Glaube“ tritt in der Bibel immer im Zusammenhang mit einer bestimmten Präposition auf. Im Deutschen würden wir sagen, dass wir „an etwas“ glauben. Im griechischen Text des Neuen Testaments finden wir jedoch den Ausdruck „in etwas hineinglauben“. Der Glaube hat also eine Richtung. Durch den Glauben wurdest du in Christus hineinversetzt und Christus kommt in dich hinein. Dies ist eine besondere Art des Glaubens. Durch den Glauben kommt der Herr Jesus in dich hinein und du empfängst ihn. Das ist der Grund, warum die Taufe zum Glauben gehört und warum der Herr gesagt hat, dass wir glauben und getauft werden sollen (Markus 16, 16). Dadurch kommt er in dich hinein, und du kommst in ihn hinein. Die Taufe ist kein Ritus, mit dem man einer christlichen Gruppe beitritt. Sie ist auch nicht nur ein Zeugnis für deinen Glauben. Die Taufe bedeutet, dass du in Christus hineinversetzt wirst. Nur durch Glaube und Taufe kann das vollbrachte Werk des Herrn für dich wirksam werden. Durch die Taufe wirst du eins mit Christus und bist fortan in Einheit mit ihm verbunden. In Galater 3, 26 bis 28 heisst es: „Denn ihr seid alle Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr in Christus hineingetauft worden seid, habt Christus angezogen. Da kann es keinen Juden und Griechen geben, da kann es keinen Sklaven und Freien geben, da kann es nicht Mann und Frau geben, denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.“ Du würdest nach Vers 26 aufhören, nicht wahr? Aber Paulus hat dort nicht aufgehört. Glaube und Taufe gehören zusammen. Durch den Glauben und die Taufe wird alles, was Christus vollbracht hat und was er ist, in dir zur Wirklichkeit. Wenn das Werk Christi nicht in dir zur Wirkung kommt, dann hat es nichts mit dir zu tun. Daher ist es nicht genug, nur an die historische Tatsache zu glauben, dass Christus für dich gestorben ist, vielmehr müssen sein Tod, seine vollkommene Menschlichkeit und sein göttliches Leben in dich hineingebracht und in dir wirksam werden.
Damit beginnt der zweite Teil der Errettung, von der die Bibel spricht. In Römer 5, 9 steht: „Um wie viel mehr nun werden wir durch ihn vom Zorn errettet werden, nachdem wir jetzt in seinem Blut gerechtfertigt worden sind!“ Du bist vom ewigen Gericht, vom schrecklichen Zorn Gottes, gerettet. Du bist gerettet, weil Christus für dich am Kreuz gestorben ist. Aber Paulus setzt in Vers 10 fort: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir gerettet werden in seinem Leben, nachdem wir versöhnt sind!“ Das ist der Schlüssel. Wir sollen nicht nur durch Jesu Tod am Kreuz, sondern vielmehr durch sein Leben in uns gerettet werden. Christus, der am Kreuz gestorben ist, lebt heute in dir und mir. Dies ist die Wirklichkeit der Errettung: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Kolosser 1, 27).

 

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